Pour oublier l'occupation et ses restrictions (2)
NATIONAL-BLATT 17.08.1942
EIN GLANZTAG – WIR HABEN WIEDER EINE RADRENNBAHN.
Eine neue Ära des Radsportes ist für den Sportgau Moselland und insbesondere für das Gebiet Luxemburg hereingebrochen. Seit beinahe 15 Jahren hatten wir keine Radrennbahn mehr, der frühere Stadtpark in Neumerl, in dem die Zuschauermassen spannende internationale Kämpfe miterlebten und auf dessen Bahn wir neuen Nachwuchs heranbilden sollten, war in ein Trümmerfeld verwandelt worden.
Es entstand das Millionen-Stadion an der Areler Straße, für den Radsport wurde aber auch dort nichts getan. Derjenige Sport, der Luxemburg im Auslande einen Namen machte, war der Radsport, er blieb aber auch das Stiefkind aller hiesigen Sportarten.
Verbittert waren die Zuschauer, mit ihnen die Radfahrer, die sich nur noch auf der Landstraße betätigen konnten. Hier zeigten unsere Mannen, daß immer und immer mit ihnen zu rechnen ist und daß sie Anspruch auch auf eine moderne Radrennbahn erheben durften. Dank dem Entgegenkommen des Chefs der Zivilverwaltung in Luxemburg, dank des großen Einsatzes der Sportgauführung, wurde der Wunsch der Luxemburger Radsportler erfüllt. Jawohl, wir haben wieder eine neue Zementbahn, auf die wir alle stolz sein können. Die Anlage selbst bedarf jedoch noch des letzen Schliffes, die Umzäunung ganz besonders fehlt noch, in kürzester Zeit aber wird der Stadtpark in der Prinz-Eugen-Straße denjenigen der übrigen Sportgaue und des Auslandes in nichts nachstehen.
(Journal consulté aux Archives nationales)