Pour la première fois à Luxembourg
TAGEBLATT 14.02.1970
ZUM ERSTEN MAL IN LUXEMBURG MANNSCHAFTS-CYCLO-CROSS IN ESCH-ALZETTE
R.K. – Viermal schon hatte Luxemburg die Ehre, Austragungsland der Weltmeisterschaft im Cyclo-Cross zu sein. Darüber hinaus kreuzten Jahr für Jahr die besten Spezialisten der Welt in Esch auf. Morgen Sonntag wird das allerdings nicht der Fall sein. Weder E. und R. De Vlaeminck, Wolfshohl, Longo, Luciani und Nijs, noch R. Declercq, R. Vermeire, J. Kuster, W. Renner und K. Staehle werden mit von der Partie sein. Und doch werden die Ferventen in Scharen zum „Galgenberg“ hinaufpilgern, wo sich das Quer-Festival des V.S. Esch abwickelt. Der Erfolg der Veranstaltung ist verbürgt durch eine mustergültige Vorbereitungsarbeit, die Begeisterungsfähigkeit einer besonders radsportfreundlichen Einwohnerschaft und vor allem durch die Anwendung einer neuen Formel, die ihre Anziehungskraft einfach nicht verfehlen kann.
Cyclo-Cross einmal anders
Die Mannen um Präsident M. Becker sind nämlich neue Wege gegangen, indem sie die Kompetition der Profis und Amateure als Mannschaftsrennen austragen lassen, wobei zwei Fahrer ein Team bilden. Dieselben können sich aber nicht beliebig ablösen. Jeder hat etwa die Hälfte der Strecke zu absolvieren, wobei zu beachten ist, daß der erste Teil auch den Straßenfahrern leicht zugänglich und der zweite hauptsächlich für die Spezialisten bestimmt ist. Die Ablösung erfolgt in jeder Runde auf dem Reit-Turnierfeld in der Nähe des Start- und Zielstreifens.
(Journal consulté aux Archives nationales)