Lull Gillen, le plus jeune des participants (1)
LUXEMBURGER WORT 02.11.1948
**Lull Gillen jüngster Sechstagemann **
Als unsere beiden Vertreter, Mathias Clemens und Lull Gillen, vor wenigen Wochen die Reise nach den Vereinigten Staaten antraten, um als erste Luxemburger Mannschaft an einem Sechstagerennen teilzunehmen, hätte wohl kaum ein Mensch in Luxemburg daran gedacht, daß die beiden uns mit einer wahren Sensation aufwarten würden. Allgemein wurde angenommen, Clemens und Gillen hätten kaum die nötige Erfahrung, um über die ersten Tage hinwegzukommen, denn bei diesen Rennen wird sehr viel von den Konkurrenten verlangt. Ein jeder wusste auch, daß Mathias Clemens vielleicht genügend Kraft hätte, um bis zum Schluss durchzuhalten, aber dem „jungen Gillen“ wollte kein Eingeweihter so recht über den Weg trauen. Nicht als irgend ein Mensch daran gezweifelt hätte, Lull sei kein großer Fahrer, dafür hatte er schon zu oft bei seinen Auslandsstarten von sich reden lassen, aber immerhin konnten die Luxemburger sich doch nicht so recht mit der Idee abfinden, daß Gillen trotz allem noch zu jung sei. Umso größer war die Freude, als allmählich durchsickerte, daß die beiden Luxemburger die Haupthelden der New-Yorker „Six Days“ seien, daß sie beinahe sogar den Sieg für sich entscheiden konnten. Die amerikanische Presse und das amerikanische Publikum haben natürlich auf ihre Art und Weise gebührend dieses Kunststück unterstrichen, umso mehr, als auch allmählich bekannt wurde, daß Gillen der jüngste „Sechs-Tagemann“ sei, der überhaupt je an eine solche schwere Aufgabe herangegangen war. Vergessen darf nämlich nicht werden, daß Gillen erst 20 Jahre zählt, daß er übrigens seinen 20. Geburtstag auf der Überfahrt nach den Staaten feiern konnte.
(Journal consulté aux Archives nationales)