Arrivée du Tour de Belgique 1920 à Luxembourg
ESCHER TAGEBLATT 27.05.1920
TOUR DE BELGIQUE. ─ Dritte Etappe: Lüttich – Luxemburg (26.05).
Tausende und Abertausende von Zuschauern stauen sich in der Maria Theresien-Avenue, um einen Moment, eine winzige Augenblickspanne zu erhaschen aus dem gewaltigen Ringen, das seit Sonntag über die Landstraßen Belgiens rast.
Von drei Uhr ab kommen sie in Massen, drängen sich längs der Seile, die die Straße absperren, Kopf an Kopf, vier, fünf Reihen tief, eine bunte, wimmelnde Menschenperspek-tive, die hinausstößt bis in die Merler Wiesen.
Die “Luxembourgeoise” läßt ihre flottesten Märsche erschallen, die Ungeduld der Sportlustigen etwas zu dämpfen. ─ Halb vier, nach dem “horaire probable” sollten die Ersten jetzt da sein. ─ Ein Telephonruf nach Echternach berichtet, daß sie eben dort passierten.
Also noch eine gute Stunde Wartezeit. Wie können Menschenmengen doch geduldig sein! Nachrichten, Kommentare schwirren nur so herum.
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Um 4 Uhr 55’35” trifft der Sieger ein, umjubelt, im Triumph getragen, photographiert, vom französischen Gesandten, Herrn Mollard, und Herrn Nemry, Kanzler im belgischen Konsulat, Beglückwünscht. Vermandel hat die Strecke in 11 Stunden, 30’35” zurückgelegt. Für das Endklassement kommt der junge Rennfahrer nicht mehr in Betracht, da er in der ersten Etappe die Vordergabel seines Rades brach und jetzt um zwei Stunden zurückliegt.
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Die Menge hat sich verlaufen, einige Offizielle der F. S. C. L. allein bleiben an ihrem Posten, bei Herrn Roessels, dem offiziellen Zeitnehmer des Rennens. Ab und zu treffen noch Rennfahrer ein, ─ alle Opfer von Maschinendefekts.
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Am Freitag früh, um 5 Uhr, Abfahrt für die vierte Etappe auf der Arlonerstraße.
M. T.
(Journal consulté aux Archives nationales)