Alphonse Steinès, ami de François Faber
ESCHER TAGEBLATT 07.10.1924
Splitter und Späne.
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Vor 1918 wußte man in den westeuropäischen Ländern so gut wie nichts über Luxemburg. Vorherrschend wurde Luxemburg als deutscher Bundesstaat angesehen und wir wurden denn auch als solcher behandelt. Die Begegnungen unserer Fußballer mit französischen Mannschaften gehörten zu den Seltenheiten, und wenn einmal eine große französische Mannschaft, oder wie 1912 und 1914 die französische Nationalmannschaft zu uns kam, stellten sie mit Verwunderung fest, daß wir nicht das deutsche Land waren, das sie zu finden gefürchtet hatten. Aber mochte auch der gute Eindruck, den sie von uns mit fortnahmen ein noch so günstiger sein, diese Begegnungen waren so selten um im Ausland auf die Allgemeinheit einzuwirken.
Zwar errang unser Landsmann François Faber eben in den letzten Vorkriegsjahren seine schönsten Siege. Aber wenn ihm auch die schmeichelhaften Zunamen “Géant de la Route”, “Géant de Colombes”, usw. gegeben wurden, so schämte man sich vielleicht zugeben zu müssen, daß einer der besten Fahrer, die je auf französischen Straßen gestartet waren, ein Luxemburger war. Einer der Wenigen, der schon damals mutig für uns eingetreten war und es auch heute noch bei jeder uns bietenden Gelegenheit tut, war unser Landsmann Alphonse Steinès, ein persönlicher Freund Faber’s. Doch wenn er auch no sehr auf die luxemburgische Nationalität des “Géant de la Route” pochte, so bedurfte es nichtsdesto weniger des Heldentodes Faber’s auf dem französischen Schlachtfeld, um auch den Fernstehenden zu zeigen, daß er ein Luxemburger von echtem Schrot und Korn war.
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(Journal consulté aux Archives nationales)