1965: chute de Johny Schleck
LUXEMBURGER WORT 29.07.1965
Johny Schleck schwer gestürzt
Johny Schleck startete am letzten Sonntag in einem Kriterium bei Fougères (Bretagne). Die 800 m messende katzebucklige Rundstrecke war durch einen Staketenzaun abgesperrt. Als J. Schleck mit sechs weiteren Fahrern in Führung lag und bereits verschiedene Fahrer überrundet waren, geschah es. Ein kleines Mädchen, das nicht über den Zaun sah und auch in den dichten Zuschauerreihen seinen Regenschirm nicht öffnen konnte, steckte ihn außerhalb zwischen den Staketen durch und zwar in dem Augenblick, als die Gruppe durchfuhr. Der Schirm geriet ins Vorderrad von Schleck, der schwer stürzte. Außer Verletzungen am Kopf, den Händen und der Schulter klagt er über ein offenes Augenlid. Am Dienstag konnte er das Rennrad noch nicht besteigen und litt an Kopfschmerzen, somit mußte er seine Tournee in der Bretagne beschließen. Am Dienstag wußte er auch noch nicht, ob er für die Meisterschaft startklar sein wird. Immerhin werden seine Verletzungen in Mühlenbach ein schweres Handicap sein. Schleck, dessen Pechsträhne nicht abreißen will, war im ersten Augenblick derart entmutigt, daß er das Rennrad an den Nagel hängen wollte. Jan Janssen tröstete ihn jedoch darüber hinweg und Schleck wird sich nun allen Ernstes für Paris-Luxembourg und darüber hinaus für die Weltmeisterschaft vorbereiten, für die er wohl seine Selektion rechtschaffen im Tour de France verdient hat. Schleck hat übrigens als Amateur in keiner offiziellen Selektion versagt, sei es für die Straßenmeisterschaft, sei es für die Olympiade.
(il s’agit du critérium de St. Georges-de-Chesne du 25.07.1965, vainqueur Joseph Groussard)
(Journal consulté aux Archives nationales)