1942: Pour oublier l'occupation et ses restrictions
NATIONALBLATT 27.07.1942
DIE FEIERLICHE ERÖFFNUNG DER RADRENNBAHN (26.07.1942)
Weit über 1500 Zuschauer wohnten der Eröffnung der neuen Radrennbahn in der Prinz-Eugen-Straße bei. Unter den zahlreichen erschienenen Ehrengäste von Partei und Behörden bemerkten wir den Kreisleiter mit seinem Stab, Ober-Bürgermeister Hengst, Sportgauführer Bösl mit zahlreichen Gaufachwarten sowie den Sonderbeauftragten des NSRL in Luxemburg, Viktor Vogt, der sich für die Instandsetzung der Bahn stark eingesetzt hat und ein großes Verdienst erworben hat; weiter Krug und Schwarz vom Deutschen Industrie-Verein.
Sportkreisführer W. Brauckmann richtete an die Zuschauer folgende Ansprache: Meine lieben Sportkameraden ! Aus einem Trümmerhaufen, der ein Schandfleck für die Stadt Luxemburg war, ist wieder eine Kampfstätte für den Radsport geworden. In kürzester Zeit wird die Bahn zu einer Musteranlage für den Sportgau Moselland ausgebaut werden. Was die Stadt Luxemburg vor 15 Jahren nicht vermochte, die Unterstützung, die dem Radsport auch von Seiten der Luxemburger Regierung ausblieb, der Chef der Zivilverwaltung hat es mit uns besser gemeint. Eine Anregung unseres Sportgauführers genügte, um innerhalb einiger Wochen wieder das ins Leben zu rufen, was uns ans Herz gewachsen war und wir seit Jahren vermißten: Eine Radrennbahn in Luxemburg, auf die wir uns alle freuen. Sie wird für alle Zeiten den Gedanken des Nationalsozialistischen Reichsbundes für Leibesübungen in dem noch jungen Sportgau Moselland fest verankert finden. Der Luxemburger Radsport hat in der Vergangenheit bewiesen, daß er durch seine zahlreichen Erfolge im Ausland auch heute auf die volle Unterstützung von Partei und Staat rechnen darf.
(Journal consulté aux Archives nationales)